
Ostern
Die Botschaft von Ostern ist eine, die in jeder Situation Hoffnung geben kann. Es ist das Happy End, das Jesus durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung für die Menschheit eröffnet und greifbar gemacht hat.
- Warum feiern wir Ostern
- Die Sache mit der Auferstehung
- Ostern: Bedeutung für Christen
- Ostern in der Bibel
- Warum ist Ostern jedes Jahr zu einer anderen Zeit
- Die Osterfeiertage und ihre Bedeutung
- Das Wort „Ostern“ – Bedeutung und Wortherkunft
- Ein krönender Abschluss – Wie feiern Christen?
- Ostern mit Bibel TV – Programm und Gottesdienste
Warum feiern wir Ostern
Fragt man einen Achtjährigen nach Ostern, fallen ihm sofort bunte Eier und ein großer Schokoladenosterhase ein. Doch Ostern ist weit mehr als nur bunte Eier und Schokoladenhasen – es ist eines der bedeutendsten Feste des Christentums. Gefeiert wird die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, ein zentrales Ereignis im christlichen Glauben. Nach der Überlieferung wurde Jesus am Karfreitag gekreuzigt und lag drei Tage lang im Grab, bis er am Ostersonntag von den Toten auferstand. Diese Auferstehung gilt als Symbol für neues Leben, Hoffnung und die Überwindung des Todes.
Die Sache mit der Auferstehung
Die Botschaft von Jesu Auferstehung wird in der Bibel bemerkenswerterweise zuerst einer Gruppe von Frauen verkündet (Matthäus 28). Frauen wurden zu dieser Zeit juristisch nicht als glaubwürdig angesehen, dennoch entschieden sich die Schreiber der Evangelien bewusst, dieses Detail nicht auszulassen. Sie wollten offenbar einen authentischen und unverfälschten Bericht.
Obwohl Jesus seinen Jüngern es selbst angekündigt hatte, rechneten sie nicht mit der Auferstehung (Markus 16). Niedergeschlagen, entmutigt und desillusioniert trauerten sie um ihr verstorbenes Idol. Der Botschaft der Frauen, die gerade einem Engel begegnet waren, trauten sie nicht. Stattdessen versanken sie in Selbstmitleid: Jesus – mit dem sie so viel erlebt hatten – war gestorben. Er war wohl doch nicht der versprochene Messias, auf den das jüdische Volk schon so lange wartete.
Alle Restzweifel beseitigt?
Doch plötzlich steht er vor ihnen. Leibhaftig erscheint Jesus selbst seiner geliebten Truppe Zweifler, aber noch immer sind nicht alle überzeugt. Daher gibt er ihnen die Möglichkeit, seine Wunden an den mit Nägeln durchbohrten Händen anzufassen. Jesus nimmt sich dort die Zeit, ihre Zweifel zu beseitigen. Auf solch geduldige und liebevolle Weise widmet er sich auch heute Menschen, die ihn ehrlich suchen und mit ihren Zweifeln zu ihm kommen.
Ostern: Bedeutung für Christen
An Ostern gedenken Christen aller Welt der Auferstehung Jesu nach seinem Tod am Kreuz. Es ist das höchste Fest im Kirchenjahr und bildet das Zentrum des christlichen Glaubens. Ohne diese Geschichte gäbe es das Christentum in seiner heutigen Form nicht.

Aber warum ist Jesus Kreuzigung und Auferstehung so bedeutsam:
Die Bibel berichtet davon, dass Gott eine perfekte Welt geschaffen hat. Das tatsächliche Paradies auf Erden. Doch – wie es weiterging, ist bekannt. Mit der Sünde kam auch der Tod in die Welt. Und der Mensch versteckte sich vor Gott (nachzulesen in Genesis 3). Er merkte selbst, dass irgendetwas zerbrochen war. Gemeinschaft mit Gott war nicht mehr möglich. Mit seinem bereitwilligen Tod am Kreuz, dem an Karfreitag gedacht wird, und seiner Auferstehung hat Jesus den Tod und die Sünde besiegt.
Der Graben, der zwischen den Menschen und Gott bestand, ist jetzt überbrückt und begehbar. Gemeinschaft ist wieder möglich. Gerade deswegen dürfen wir Christen uns auf das beste Happy End aller Zeiten freuen: die Ewigkeit in Gottes Gesellschaft.
Ostern feiern Christen die Überwindung des Todes, die Hoffnung auf ewiges Leben und die Erlösung.
Ostern in der Bibel
Öffnet man die Bibel, sucht man den Begriff "Ostern" zunächst vergeblich – jedenfalls in den ursprünglichen Texten. Was wir heute als Ostern kennen, taucht dort unter anderem Namen auf: Pessach oder Pascha. Ein jüdisches Fest, das die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei feiert und den Hintergrund für die dramatischen Ereignisse bildet, die Christen heute zu Ostern begehen.
Jesus feierte vor seiner Kreuzigung das Pessachmahl mit seinen Jüngern – das ist das berühmte „Letzte Abendmahl“.
Besonders die vier Evangelien – Matthäus, Markus, Lukas und Johannes – berichten aus leicht unterschiedlichen Blickwinkeln von jenen schicksalhaften Tagen; Jesu Einzug in Jerusalem, das letzte Abendmahl, seine Verhaftung, die Kreuzigung am Karfreitag – und dann die überraschende Wendung am Ostersonntag. Drei Frauen fanden das Grab leer vor, ein Engel verkündete ihnen: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“ (Lukas 24, 6).
Sie schildern die Verzweiflung der Anhänger Jesu, ihre Verwirrung angesichts des leeren Grabes und schließlich ihr ungläubiges Staunen, als der Totgeglaubte wieder unter ihnen weilt.
Die Bibel beschreibt, wie Jesus nach seiner Auferstehung seinen Jüngern erschien, mit ihnen sprach und sie stärkte. Die Botschaft ist klar: Ostern steht für Hoffnung, neues Leben und die Gewissheit, dass selbst in dunklen Zeiten ein Neubeginn möglich ist.

Wenn Du mehr die Kreuzigung Jesus und seine Auferstehung in der Bibel nachlesen möchtest, schlage im Neuen Testatment die Evangelien auf.
Die wichtigsten Bibelstellen zu Ostern findest Du in der Bibel hier:
- Matthäus 26–28
- Markus 14–16:
- Lukas 22–24:
- Johannes 18–21
Warum ist Ostern jedes Jahr zu einer anderen Zeit

Hast du dich schon einmal gefragt, warum Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum stattfindet – mal im März, mal im April –, während Weihnachten oder Neujahr immer auf denselben Tag fallen?
Ostern hängt eng mit dem jüdischen Pessachfest zusammen, das nach dem Mondkalender berechnet wird. Jesus kam als Jude nach Jerusalem, um genau dieses Pessachfest zu feiern. Das letzte Abendmahl war sehr wahrscheinlich ein Seder-Mahl.
Da das Passahfest und die Leidenstage Jesu zur gleichen Zeit stattgefunden haben, orientiert sich das Osterfest zeitlich an dem Zeitpunkt der jüdischen Feier.
Infolgedessen ist Ostern nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Genauer gesagt: Der Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond, der am oder nach dem 21. März (dem kirchlichen Frühlingsanfang) auftritt.
Das bedeutet: Ostern kann frühestens am 22. März und spätestens am 25. April stattfinden.
Viele östliche Kirchen, wie die russisch-orthodoxe Kirche, feiern das Osterfest zu einem anderen Zeitpunkt, da sie sich gegen eine Umstellung auf den gregorianischen Kalender und für eine Beibehaltung des julianischen Kalenders entschieden. So ergeben sich Unterschiede von bis zu fünf Wochen.
Die Osterfeiertage und ihre Bedeutung
Ostern ist mehr als nur ein einzelner Tag – es ist ein ganzes Fest mit mehreren wichtigen Feiertagen. Jeder hat seine eigene Bedeutung und erzählt einen Teil der Ostergeschichte. Die letzte Woche vor dem Ostersonntag wird Karwoche genannt. Eingeläutet wird diese mit dem Palmsonntag und beendet mit dem Ostermontag.
Palmsonntag – Der feierliche Beginn
Der Palmsonntag leitet die Karwoche ein. Er erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem, wo die Menschen ihn wie einen König empfingen und Palmzweige auf den Weg legten. Doch der Jubel sollte nicht lange halten.
Gründonnerstag – Das letzte Abendmahl
Am Gründonnerstag gedenkt man des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern feierte. An diesem Abend wusch er ihnen die Füße – ein Zeichen der Demut und Nächstenliebe. Doch in der Nacht wurde er verraten und verhaftet.
Karfreitag – Der Tag der Kreuzigung
Der Karfreitag ist der wohl traurigste Tag im Osterfestkreis. Er erinnert an die Kreuzigung Jesu auf dem Hügel Golgatha. Christen gedenken dieses Tages oft in stillen Gottesdiensten und mit Fasten, denn es ist ein Tag der Trauer, aber auch der Hoffnung auf das, was kommt.
Karsamstag – Die Stille des Grabes
Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe. Jesus liegt im Felsengrab, und seine Anhänger sind voller Angst und Ungewissheit. In der Nacht beginnt dann die Osternacht – eine Feier der Erwartung und des Lichts.
Ostersonntag – Die Auferstehung
Der Ostersonntag ist der Höhepunkt des Osterfestes. Jesus ist auferstanden, das Grab ist leer – der Tod ist besiegt
Ostermontag – Die Begegnung mit dem Auferstandenen
Am Ostermontag erinnern Christen sich an die Begegnung zweier Jünger mit dem auferstandenen Jesus auf dem Weg nach Emmaus. Der Tag steht für die Freude darüber, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern ein neuer Anfang.
Das Wort „Ostern“ – Bedeutung und Wortherkunft
Das Osterfest hat enge Parallelen zum jüdischen Passahfest. Da verwundert es nicht, dass in vielen Sprachen die aramäische Wortwurzel „pascha“ im Wort für Ostern noch erkennbar ist. Im Griechischen heißt Ostern "Pascha", im Italienischen "Pasqua", im Spanischen "Pascua" – alles Ableitungen vom hebräischen "Pessach".
Bei dem deutschen Wort gibt es mehrere Möglichkeiten der Wortherkunft. Es wird vermutet, dass es sich von der indogermanischen Göttin „Ostara“ ableitet. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich der Name auf das althochdeutsche Wort „ostarun“ mit der Wortbedeutung „Morgenröte“ bezieht.
Ein krönender Abschluss – Wie feiern Christen?

In der römisch-katholischen Tradition bildet das Osterfest den Abschluss des Triduum Sacrum (lateinisch: „heilige drei Tage“). Diese Feiern beginnen am Gründonnerstag und haben ihren Höhepunkt in der Osternacht. Symbolisch für die Erwartung der Wiederkunft Christi wacht die Kirche diese ganze Nacht hindurch. Die Feier beginnt frühestens nach Sonnenuntergang mit der Entzündung der Osterkerze und endet vor der Morgendämmerung mit einer Eucharistiefeier.
Viele evangelische Kirchen feiern in ähnlicher Weise. Manche Gemeinden beginnen am Vorabend mit Gebet und Meditationen. In den frühen Morgenstunden folgt eine Auferstehungsandacht mit Kerzen. Nach der Lesung der Ostergeschichte wird der charakteristische Osterruf „Der Herr ist auferstanden!“ mit einem Orgelspiel abgeschlossen. Ein darauffolgendes Osterfrühstück in geselliger Runde lädt ein, die Auferstehung gemeinsam zu feiern.
In orthodoxen Kirchen versammelt man sich zunächst zum Mitternachtsgebet. Anschließend werden alle Lichter der Kirche gelöscht und das „Heilige Feuer“ an die Gläubigen verteilt. Die Glocken läuten begleitend zum Gesang.
Im freikirchlichen Bereich hat das Osterfest auch einen festlichen Charakter. Manche Gemeinden organisieren Nachtgottesdienste, Musical- und Gospelevents. Oftmals werden auch Taufgottesdienste mit Zeugnissen in die Osterfeierlichkeiten integriert. Die Stimmung ist fröhlich, offen und einladend.
Das Osterprogramm auf Bibel TV
Auch in diesem Jahr bietet das Bibel TV Programm wieder eine Vielzahl an Highlights zum Osterfest. Ob im TV oder der Mediathek, wir wollen gemeinsam die Auferstehung Jesu feiern! Wie in den letzten Jahren werden auch zu diesem Osterfest wieder Live-Übertragungen von Ostermessen zu sehen sein.
Ostern 2025:
Sonntag, 20. April
Ostern 2026:
Sonntag, 5. April
Die Ostergeschichte
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Live-Gottesdienste für alle christlichen Feiertage
Mitunter ist es nicht einfach, zu einem christlichen Feiertag einen passenden Gottesdienst in einer gut erreichbaren Gemeinde zu finden.
Eine attraktive Alternative ist die Möglichkeit, online an einem Live-Gottesdienst teilzunehmen.
Auf der Plattform meingottesdienst.com findet sich konfessionell geordnet eine Vielzahl von live übertragenen Gottesdiensten und Andachten – für jeden christlichen Feiertag ebenso wie für jeden Sonntag und auch viele Wochentage!