Der Heilige Geist in der Bibel

Bibelstellen über den Heiligen Geist

Was sagt die Bibel über den Heiligen Geist? Der Heilige Geist wird in der Bibel als Tröster und Lehrer bezeichnet, doch das ist noch längst nicht alles. In zahlreichen Bibelstellen erfahren wir noch viel mehr über den Heiligen Geist.

Der Heilige Geist – ein Begriff, der für viele Christen zentral ist, aber oft auch Fragen aufwirft. Wer oder was ist dieser Geist, von dem die Bibel immer wieder spricht? In Gesprächen mit Freunden aus der Gemeinde und während unserer Bibelkreise merke ich, dass viele von uns zwar vom Heiligen Geist reden, aber oft nur vage Vorstellungen davon haben, was die Bibel tatsächlich über ihn lehrt.

Wer den Heiligen Geist besser verstehen will, sollte seine Suche in der Bibel beginnen. Die Bibel gibt uns tiefe Einblicke in das Wesen und das Wirken des Heiligen Geistes. Mithilfe der Bibelverse zum Heiligen Geist lernen wir, wie der Heilige Geist auch heute noch in unserem Leben wirkt.

Bibelstellen über den Heiligen Geist im Alten Testament

Die Schöpfung und der Geist Gottes

„Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.“ (1. Mose 1,2)


Die Verheißungen des Heiligen Geistes

Schon im Alten Testament kündigt Gott an, dass sein Geist in der Zukunft auf alle Menschen ausgegossen wird. Eine Prophezeiung, die sich mit der Ausgießung des Heiligen Geistes, die wir zu Pfingsten feiern, erfüllt.

„Weiter sagt der Herr: »Es kommt die Zeit, da werde ich meinen Geist ausgießen über alle Menschen. Eure Männer und Frauen werden dann zu Propheten; Alte und Junge haben Träume und Visionen. Sogar über die Knechte und Mägde werde ich zu jener Zeit meinen Geist ausgießen.” (Joel 3,1-2)

„Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und schenke euch ein Herz, das lebt. Ich erfülle euch mit meinem Geist und mache aus euch Menschen, die nach meinen Ordnungen leben, die auf meine Gebote achten und sie befolgen“ (Hesekiel 36, 26-27)

Bibelverse zum Wirken des Heiligen Geistes im Alten Testament

Bereits im Alten Testament haben einzelne das Wirken des Heiligen Geistes verspürt. Hier bekommen wir schon ein Gespür für die Vielfalt des Heiligen Geistes und wie er uns hilft, Gottes Willen zu erkennen und auszuführen.

„Ich habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit Geschicklichkeit für jede Arbeit.“ (2. Mose 31, 3)

„Gott, der Herr, hat meine Zunge in seinen Dienst genommen, er zeigt mir immer neu, was ich sagen soll, um die Müden zu ermutigen. Jeden Morgen lässt er mich aufwachen mit dem Verlangen, ihn zu hören. Begierig horche ich auf das, was er mir zu sagen hat.“ (Jesaja 50, 4)

„Da erfüllte der Geist des Herrn den Gideon. Und er blies die Posaune und rief die Abiësriter auf, ihm zu folgen.“ (Richter 6, 34)

„Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.“ (Jesaja 11, 2)

Bibelstellen über den Heiligen Geist im Neuen Testament

Im Neuen Testament wird das Wirken des Heiligen Geistes noch deutlicher und umfassender beschrieben. Jesus selber kündigt den Heiligen Geist an (Johannes 14, 16-17; Johannes 15,26), der als Tröster und Lehrer in uns wirkt. In den Bibelversen im Neuen Testament offenbart sich der Heilige Geist als Beistand, Lehrer, Kraftspender und Quelle geistlicher Gaben.


Der Heilige Geist bei der Taufe Jesu

„Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen.” (Matthäus 3, 16)

„Und Johannes bezeugte und sprach: Ich sah, dass der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm.“ (Johannes 1, 32)

Pfingsten: Die Ausgießung des Heiligen Geistes

Die Erfüllung von Jesu Verheißung geschieht an Pfingsten, als der Heilige Geist auf die Jünger kommt. Von diesem Moment an beginnt die Ausbreitung des Evangeliums mit übernatürlicher Kraft.

„Als das Pfingstfest kam, waren wieder alle, die zu Jesus hielten, versammelt. Plötzlich gab es ein mächtiges Rauschen, wie wenn ein Sturm vom Himmel herabweht. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Dann sahen sie etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden ließ sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab.“ (Apostelgeschichte 2, 1-4)

„Petrus antwortete ihnen, erfüllt vom Heiligen Geist: »Führer des Volkes und seine Ältesten!“ (Apostelgeschichte 4, 8)

„Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten.“ (Apostelgeschichte 10, 44)

Taufe mit dem Heiligen Geist

Während der Heilige Geist bereits im Alten Testament Erwähnung findet, ist die Taufe mit dem Heiligen Geist erst mit Jesus im Neuen Testament für uns bereitet. Die Taufe mit dem Heiligen Geist ist ein einmaliges Ereignis, bei dem Gläubige durch Jesus Christus in die Gemeinde aufgenommen und mit Kraft zum Reden über Gott befähigt werden. Diese Taufe mit dem Heiligen Geist ist so bedeutsam, dass alle vier Evangelisten davon zeugen. 

„Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“ (Matthäus 3, 11)

„Er kündigte an: »Nach mir kommt der, der mächtiger ist als ich. Ich bin nicht einmal gut genug, mich zu bücken und ihm die Schuhe aufzubinden. Ich habe euch mit Wasser getauft; er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.” (Markus 1, 7-8)

„Vorher wusste ich nicht, dass er es war. Aber Gott, der mir den Auftrag gab, mit Wasser zu taufen, hatte zu mir gesagt: ›Wenn du einen siehst, auf den sich der Geist niederlässt und bei dem er bleibt, dann weißt du: Das ist der, der mit dem Heiligen Geist tauft.” (Johannes 1, 33)

„Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.“ (Apostelgeschichte 1, 5)

„Da dachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden. (Apostelgeschichte 11, 16)

Der Heilige Geist als Tröster und Beistand

„Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit.“ (Johannes 14, 16-17)

„Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir.“ (Johannes 15, 26)

„Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.“ (Johannes 16,7)

„Der Geist hilft uns in unserer Schwachheit; denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.“ (Römer 8, 26)

Der Heilige Geist als Lehrer

„Denn der Heilige Geist wird euch in jener Stunde lehren, was ihr sagen sollt.“ (Lukas 12,12)

„Aber der Beistand, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14,26)

„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“ (Johannes 16, Vers 13)

„Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“ (Römer 8,16)

„Uns hat Gott dieses Geheimnis enthüllt durch seinen Geist, den er uns gegeben hat. Denn der Geist erforscht alles, auch die geheimsten Absichten Gottes. […] Wir haben aber nicht den Geist dieser Welt erhalten, sondern den Geist, der von Gott kommt. Darum können wir erkennen, was Gott uns geschenkt hat. Davon reden wir nicht in Worten, wie sie menschliche Weisheit lehrt, sondern in Worten, die der Geist Gottes eingibt. Von dem, was Gott uns durch seinen Geist offenbart, reden wir so, wie sein Geist es uns lehrt.“ (1. Korinther 2,10-13)

Die Gaben des Heiligen Geistes

Der Heilige Geist gibt jedem Gläubigen verschiedene Gaben, um die Gemeinde aufzubauen und Gottes Reich zu dienen. Diese Gaben reichen von Weisheit und Erkenntnis bis hin zu Wundern und Prophetie.

„Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. Einem jeden aber wird die Offenbarung des Geistes gegeben zum Nutzen aller. Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben; dem andern ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist; einem andern Glaube in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen in dem einen Geist; einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.“ (1. Korinther 12, 4-11)

Die Frucht des Heiligen Geistes

Der Heilige Geist verändert die Herzen der Gläubigen und bringt göttliche Eigenschaften wie Liebe, Geduld und Freundlichkeit hervor. Diese „Frucht des Geistes“ ist das Zeichen eines wahrhaft veränderten Lebens.

„Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung. Gegen all dies hat das Gesetz nichts einzuwenden.“ (Galater 5,22-23)

Der Heilige Geist und die Gemeinschaft der Gläubigen

„Denn wir sind alle durch einen Geist zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.“ (1. Korinther 12,13)

„Bemüht euch darum, die Einheit zu bewahren, die der Geist Gottes euch geschenkt hat. Der Frieden, der von Gott kommt, soll euch alle miteinander verbinden! Ihr alle seid ja ein Leib, in euch allen lebt ein Geist, ihr alle habt die eine Hoffnung, die Gott euch gegeben hat, als er euch in seine Gemeinde berief.” (Epheser 4,3-4)

Der Heilige Geist und die Erneuerung des Lebens

„machte er uns selig – nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist” (Titus 3,5)

„Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.“ (Römer 8,11)

Weitere Bibelverse zum Heiligen Geist

„In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Rettung – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.” (Epheser 1,13-14)

„Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung.“ (Epheser 4,30)

„Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“ (Römer 8,14)

„Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.“ (Galater 5,16)

„Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ (1. Korinther 3, 16)

„Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ (2. Korinther 3,17)

Mehr zu lesen gibt es hier: Der Heilige Geist in Bedeutung und Herkunft

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